DSAEK Epi-Lasik PRK LASIK Keratoplastik Microkeratome Trepansystem Tiefe lamelläre Keratoplastik DALK DMEK

Glossar

Allgemein

Trepanation (v. französ.: trépan Bohrer) ist ein Begriff aus der Medizin und beschreibt operative Verfahren, bei denen meist knöchern oder auf eine andere Weise fest umschlossene Räume mechanisch eröffnet werden.

In der Neurochirurgie bezeichnet man mit Trepanation die Kraniotomie, also die operative Öffnung des Schädels, entweder um operative Eingriffe im Schädelinnern vorzunehmen oder auch zur Senkung des Schädelinnendrucks, des Hirndrucks. Man spricht in diesem Fall auch von Entlastungstrepanation. Die Öffnung des Schädels, teilweise einschließlich der Hirnhäute kann entweder in Form einer Bohrung oder auch eines ausgesägten Stücks Knochen geschehen. Bis zum Wiedereinsetzen des Knochenstücks wird dieses oft im Bauchraum zwischengelagert. Somit wächst es schneller wieder an. Bei der Trepanation des Schädels kommen zwei verschiedene Operationsverfahren zur Anwendung: Bei der osteoplastischen Trepanation wird das aus dem Schädel entnommene Knochenstück wieder zum Verschluss der Operationswunde verwendet. Bei der moderneren osteoklastischen Trepanation wird der entstandene Defekt auf andere Weise geschlossen, z. B. durch Implantate aus Metall oder Kunststoff.

In der Technik bezeichnet Trepanation ein spezielles Verfahren, kleine und kleinste Bohrungen, z. B. mit einem Laser, herzustellen.

Die Elliot-Trepanation in der Augenheilkunde ist ein Verfahren zur Therapie des Glaukoms, bei dem der Augapfel operativ eröffnet und ein künstlicher Abfluss für das Kammerwasser unter die Bindehaut geschaffen wird.

In der Zahnheilkunde bezeichnet man die Eröffnung der Zahnhöhle als Trepanation. Diese wird z. B. im Falle einer Wurzelbehandlung nötig. Der Wundverschluss erfolgt in diesem Falle mit Kunststoff (Guttapercha).